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Die Söhne Sebastian Bach's.
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ihnen bis zu Gluck war aber auch dort noch ein weiter Weg zudurchmessen. In Deutschland war zunächst der Zauber der in denScarlatti'schen Formen entwickelten italiänischen großen Konzert-oper zu überwinden, wie diese zunächst in den Opern der Jtaliänerund von Händel, dann aber auf den großen Bühnen Deutsch-lands, in Berlin,, Dresden und Wien (Graun, Hasse u. A.)so außerordentlich gepflegt wurde.
Man darf bei einer derartigen Betrachtung den Werth, dendiese Mnsikgattung und ihre Darstellungsweise für die deutscheMusik gehabt hat, ganz abgesehen von dem ungeheuren Fortschritt,den sie gegen die früheren musikalischen Dramen im Madrigalenftilbot, nicht unterschätzen.
Wenn Händel, durch die Schule Italiens gereift, den Gesangals solchen und in ihm die Melodie in seinen Opern wie nichtweniger in seinen dem Drama sich nähernden Oratorien zu strah-lender Höhe erhoben hatte, so war dies freilich bei I. S. Bachschon in viel geringerem Maße der Fall, da dieser große Künstler,aus eigenes Studium angewiesen und durch die Polhphonie seinerArbeiten vorzugsweise angeregt, von dem Zauber der italiänischenKantilene nur in geringem Maße und mit großen Unterbrechungendirekt berührt worden war, seine Gesangskompositionen auch vorzugs-weise für die lutherische Kirche geschrieben hatte. Noch weniger konntedies bei der großen Mehrzahl seiner musikalischen Berufsgenossen inDeutschland der Fall sein, bei denen das trockene Element des alt-klassischen Formenwesens den Trieb nach melodischer Erfindung undSchönheit überwucherte. Aber dieser Gesang, der in der italiäni-schen großen Oper des vorigen Jahrhunderts so hoch gehoben da-stand, war nicht der Gesang, dessen die Musik in ihrem weiterenFortschreiten bedurfte. Er mußte zu ausdrucksvoller Einfachheitzurückgeführt werden und man würde diese in dem deutschen Liedeohne Zweifel gefunden haben, wenn dies damals schon als Kunst-gattung vorhanden gewesen wäre, Man kannte zu jener Zeit nurdas Kirchenlied und, sehr weniges ausgenommen, das wenig ent-wickelte Volkslied.
Vier Deutsche in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhundertswaren es, die in der Oper sich ganz der Pflege des italiänischenGesanges Hingaben, Graun, Hasse und nach ihnen Reichardtund Naumann.