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C. H, Bitter.
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eigener Initiative zu thun pflegte, scheint Bach schon damals aufirgend einem Wege über die Grenzen des Gewöhnlichen hinaus be-kannt gewesen zu sein. Doch wurde er nicht sofort sondern erstim Jahre 1742 fest angestellt und zwar mit 300 Rthlr. Gehalt, alsGraun die große Oper des Königs organisirte.
Die Zeit, in welcher EManuel Bach in das öffentlicheMusikleben mit selbständiger Geltung eintrat, war eine Zeit desÜbergangs in der Musik.
Die polyphone Kunst hatte ihre äußersten Gipfel erreicht. Dasgeistliche wie das weltliche Oratorium waren zu ihrem prächtigstenGlanze entfaltet. Orgel- und Klavierspiel hatten sich auf dembisher gegebenen Boden zu höchster Vollkommenheit entwickelt. Nichtsvon alledem konnte überboten werden. Ein Instrument nur fingan, den bisherigen Charakter zu verlieren; es war das alte Klavier,das Clavichord. Man suchte nach einer Umgestaltung desselben.Eine andere Musikart, die Vokaltechnik, fand sich durch die bis-herige Schreibweise der Tonsetzer nicht voll befriedigt. Der Kunst-gesang war weit entwickelt und stand hoch anfgerichtet da mit großenErfolgen. Aber Händel und Bach hatten ihrerseits auch drama-tische Accente in die Musik gelegt^ und diese waren bisher in derOper nicht zur Geltung gekommen. Die Deklamation des Wortswar außerhalb der Oratorien dieser Meister fast nur in Anfängenvorhanden. Mit ihr war die Lyrik, weniges ausgenommen, nochganz unentwickelt und schlummerte unter dem kunstvollen Bau desmusikalischen Satzes, unter der religiösen Gesangsempfindnng wieunter der weltlichen Operntechnik ruhig fort. In die damaligeKunstrichtung drang nirgends der Schimmer einer romantischen Auf-fassung, nicht im Wort, nicht im Ton.
War es auch späteren Zeiten erst Vorbehalten, hiefür die For-men des Fortschritts zu finden, so bedurfte es doch der vorberei-tenden Übergangszeit, nicht weniger der schöpferischen Hand, dieden Augenblick der Entwickelung festhielt. Es bedurfte vor Allemeiner Musik, welche, indem sie dem lyrischen Ausdruck eine Stättezu schaffen begann, zugleich die Elemente deklamatorischer Empfin-dungen wachrief. Für die deutsche Opernbühne war diese Zeit nochnicht gekommen. In Frankreich hatten Lully und Rameau dieGrundlagen der dramatischen Deklamation geschaffen und zugleicheine nicht zu unterschätzende Melodik in die Oper eingeführt. Von