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Die Söhne Sebastian Bach's
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Die Söhne Sebastian Bach's.

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mit frischen Blütchen zu schmücken, sie der neu aufstrebenden Genera-tion zugänglich, verständlich zu machen.

Den Söhnen des großen Vaters würde vor allem Anderendie ehrenvolle und schöne Ausgabe zugefallen sein, demgemäß daskünstlerische Vermächtnis zu erfüllen, was Seb. Bach ihnen hinter-lassen hatte. Vier derselben waren Musiker geworden und hättenerfüllen sollen, was ein günstiges Schicksal in ihre Hände gelegt.Drei von ihnen hatten sich auch zu Künstlern von großem Ruse,zu berühmten Männern emporgearbeitet. Einer, der älteste, Se-bastians Lieblingssohn, ging an innerer und äußerer Zer-fahrenheit zu Grunde. Einer (der Bückeburger) blieb in der

Mittelmäßigkeit stecken, der jüngste von ihnen, der LondonerBach (Johann Christian), verschleuderte die reichen Gaben, dieihm die Natur verliehen, den Schatz des Wissens und Könnens,den er erlangt hatte, in leichtsinniger Oberflächlichkeit, und nurCarl Philipp Emanuel, der zweite Sohn des großen Kantorsan der Thomasschule zu Leipzig, trat mit kühnem und freiem Geistein die neue Zeit über, deren schönste Blüthen in das letzte Fünf-theil des vorigen Jahrhunderts fallen.

Wie Sebastian Bach für die Orgel und die evangelischeKirchenmusik, wie H ändel für das Oratorium, Gluck für die Oper,Haydn für die Instrumentalmusik, so eröffnete er für das Klavier,nicht weniger aber auch für das deutsche Lied die Bahn neuerSchöpfungen, deren die gebildete Welt bedurfte, deren sie harrte.Er war es, der zuerst gewagt hat, populäre Musik zu schreiben,populär im besten Sinne des Worts; zu ihm hatten die Zeitge-nossen fast 50 Jahre lang mit bewunderndem Erstaunen aufgeblickt.Aus seinen Grabhügel darf die Nachwelt mit dankbarem Sinneehrende Kränze des Ruhms und der Anerkennung niederlegen.

Nach diesen Vorausschickungen, welche in den hier folgendenAuseinandersetzungen zu begründen sein werden, wird man es natür-lich finden, wenn die Betrachtung des Schicksals der Söhne Seb.Bach's sich zuerst und auch vorzugsweise mit Carl PhilippEmanuel, als dem für die Kunstgeschichte und ihre Entwickelungallein Bedeutsamen, zu beschäftigen haben wird. Erst in zweiterLinie soll seiner anderen Brüder gedacht werden.

Emanuel war der dritte Sohn Sebastians mit dessenerster Gattin Maria Barbara, am 14. März 1714 zu Weimar