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Die Symphonie in ihrer historischen Entwickelung
Entstehung
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17^ Die Symphonie in ihrer historischen Entwickelung. 81

der Tonika wiederholt wurde. Dann fing man an auch hier beiBeginn des zweiten Theils eine kleine Durchführung einzufchieben,welche wieder zum Thema zurücklenkte, oder auch einen kontrasti-renden, meist kvrto zu spielenden Mittelsatz. Immerhin nöthigtedie langsame Bewegung und daher längere Dauer eines solchenStücks zu einer müßigen Ausdehnung, bis Beethoven sich auch hierinkeinen Zwang anthun zu müssen glaubte, und z. B. im Trauer-marsch der Eroica ein Adagio aufstellte, das einen großen Hauptsatz,dann einen Mittelsatz mit Durchführung und noch am Schluß ver-schiedene Codas enthält. Sehr beliebt war bei Haydn, und nach-her bei Beethoven, nicht aber bei Mozart, die verzierende Variantedes Hauptthema's bei den Wiederholungen des Thema's. Über dieeigentliche Variation wird später noch etwas zu sagen sein. —Zum dritten Satze übergehend, ist daran zu erinnern, daßdie alte Sinsonia, auch die selbständige, nur drei Sätze enthielt.Gregorio Allegri und PH. Ein. Bach hielten, wie wir gesehen haben,noch daran fest. Es scheint also, daß wirklich Haydn es war,der zwischen Andante und Finale noch einen Symphoniesatz, denMenuet, einschob, wodurch also die Symphonie viersätzig wurde.Diese Tanzsorm mag aus der Suite in Sonate, Streichquartett undSymphonie herübergenommen worden sein, um einer solchen an-muthenden Abwechselung auch in diesen ernsteren Gattungen nichtganz zu entbehren, und weil unter den dort vorkommenden Tanz-formen er in jener Zeit allein noch Boden im Volke hatte. Der-selbe bestand ursprünglich aus nur zwei repetirten Theilen; um ihnzu verlängern hängte man ihm einen zweiten ebenfalls aus zweirepetirten Theilen bestehenden Menuet an, entweder in derselbenoder in einer verwandten Tonart; da man diesen zweiten Menuetim Gegensatz zum ersten, der nur zweistimmig war, gerne drei-stimmig schrieb, so wurde er später auch „Trio" genannt, welcherAusdruck für den Mittelsatz des Menuets, sowie auch bei Märschen,verblieb, als jener Satzunterschied nicht mehr eingehalten wurde.Daß übrigens der Menuet selbst eine festbestimmte Tanzsorm ge-wesen sei, bestimmt nach Rhythmus, Tempo und Charakter, kannman nicht sagen. Man muß unterscheiden zwischen dem Tanzmenuet,der vielleicht aus der Hofetikette Ludwigs XIV. stammt und seinenberühmtesten Vertreter im „Don Juan" Mozart's gefunden hat, unddem Spielmenuet, wie er in den Suiten Seb. Bach's und in den

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