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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
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1 6. Andre suchten das vorhand'ne Uebel zu stillenMit Aloe, Galbanum, Stahl und Polychrcstpillen;

Denn sie leiteten die ganze Krankheit perfekt

Aus einem gewissen weiblichen Defekt.

17. Andre suchten sie mit starken PurganzenWegen vermeinter Verschleimung zu kuranzen;

Andre kurirten gradezu auf Schwindsucht nur,

Und riethen Isländisches Moos und Milchkur.

18. Andre, meist alte praktische Polppheme,

Suchten der Krankheit Sitz im Nervensysteme,

Und nach reiflicher Erwägung riechen sic an

Moschus, Teufelsdreck, Bibergeil und Bal-drian.

19. Andre versicherten den: Herrn Jobs aufrichtig,Jedoch sub Rosa, sie würde wassersüchtig,

Und sagten, seiner Schwester Krankheit sey

Wiß und wahrhaftig eine Kacherei.

20. Aber alle ihre häufig verschrieb'nc ArzneienWollten nicht bei ihr anschlagen noch gedeihen,

Und sie ward nach dem Gebrauch vielmehr

Täglich schlimmer und kränklicher.

21. Einige alte ehrbare sachkundige DorfsrauenSagten sich eine der andern im Vertrauen,

Die Krankheit der Mamsel Esther wäre nurklein,

Und hätte Leben, Kopf, Hals, Arm und Bein.