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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
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9. Ehmals war sie immer bei gutem App'tite,

DieS setzte bei ihr natürlich gesundes Geblüte; ^

Aber nun war App'tit, Durst, froher Sinn, 'Nächtliche Ruhe, et cetera dahin.

lg. Auch hatte sie zuweilen mit NervenkrämpfenUnd kleinen Anfällen von Ohnmächten zu kämpfen,

Und die allergeringste KleinigkeitErregte Vapörs und Uebekheit.

11. Sie suchte sich allen Vergnügungen und Kom-

pagnien,

So oft es der Wohlstand nur litte, zu entziehen,

Und rhre beste Unterhaltung blieb,

Wenn sie einsam etwa was las oder schrieb.

12. Dies alles merkte, wie gesagt, Herr Jobs lange,

Drum ward Er ob ihres Zustandes sehr bauge, ,

Und dachte, sie laborire an der Atrophie,

Und Freund Hein kriegte in seine Klauen bald sie.

13. Um ihre Krankheit z» erklären und zu kuriren,

That Er oft studirte Leute ksnsuliren,

Und mancher berühmte AeSkulap

Gab drüber seine Meinung und Recepte ab.

14. Der eine sachte den Quell des Uebeks im Magen, ^Und gab Vomitive-, ihn dranS zu verjagen,

Aber es begab sich, daß'S mit dem VomitivImmer schädlich für die Patientin ablief.

15. Andre riethen auf vorhandene Wurmen,

Und sachten sie mit Wurmmitteln zu bestürmen;

Einer wagte sogar einen schrecklichen LandsturmAuf einen vermeinten langen Bandwurm.