Druckschrift 
Das Leben der Heiligen Elisabeth
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

26

von 2387. 7073. 153. 9155 (neben von: gewon 751. 1567 etc.)macht sich die der jetzigen spräche gemässe production bereits gel-tend; in palas: las (= läst für läzest *) 7457 (neben was: palas 7477),in rieh (adj.) glich (adj. u. adv.) wich (subst.): sich, himelrich:glich und allen Zusammensetzungen mit lieh (vgl. lieh subst.: sichIlimmelf. 1413) und adjectivisehem rieh, endlich in sun: furstendun' 2(s. die stellen unter den betr. Wörtern im glossar) nehme ich cor-reption der organischen länge an, die von den mehrsilbigen flexions-formen derselben Wörter ausgeschlossen bleibt. Bei beget (=bege-bet): gebet 8509 denke man sich die gekürzte form durch assimi-lation statt durch krasis entstanden, wie noch jetzt die 3. pers. sing,auf wetterauisch git, nicht geit lautet. Bei wirde: zierde 9889könnte man die in A noch sparsam, aber in a reichlich auftretendediphthongische brechung des i voraussetzen; aber da das ie inzierde nur noch orthographisch fortlebt und der Schreiber ebensogut zirde hätte setzen können ziehe ich vor eine kürzung wie innhd. dirne anzunehmen. Fremde Wörter schwanken in der quanti-tät und bewirken keinen eigentlich ungenauen reim: Agnes: des135. Antioch: hoch 9834; in dem häufigen reim auf Elisabet stehnnur längen wie get und stet, auf Elizabete reimt Margarete 1004.

Die ergebnisse des reimes in qualitativer hinsicht weise ich dergrammatischen betraclitung zu.

Vom gleitenden reim ist oben die rede gewesen und ichhalte es für überflüßig die dort gegebenen beispiele zu vermehren.Ebenso glaube ich mich der aufgabe entschlagen zu dürfen, diezahllosen rührenden reime des gedicktes zusammen zu stellen.Von der regel, daß nur -lieh mit -dich, -liehe mit -cliche, nicht

*

1 Maz: underlaz Erlös. 1091 beurteile ich ebenso, was Bartsch Germ. 7,10 wol auch getan hätte, wäre ihm die stelle der Elisabeth bekannt gewesen.

2 Es ist eine der wenigen differenzen zwischen Elisabeth und Erlösungdaß diese häufig (s. anm. zu Erlös. 93), jene niemals sun auf dun = tuon reimt.Der dichter muß seine ansicht über die quantität von sun zwischen beidenwerken geändert haben, sonst w 7 ürde jener reim auch in der so viel längernElisabet nicht fehlen. Um so zuversichtlicher nehme ich in furstendun kürzean, die auch der jetzigen aussprache gemäß ist. Die Himmelfahrt zeigt beidequantitäteil von sun neben einander in dem häufigen sun: dün 275, 343. 379etc. und suns: uns 187.