414 Leben des Engländers
den Pferden sitzen geblieben,und als Reuter gegensiege- Äschössen,sie die Pferde, wie sie sonsten pflegten, nichtfür Mihren gewissen Raub gehalten haben würden. Endlich ^sagten sie,wenn wir zusammen gestanden, und ihnen die ÄPferde gelassen, waren wir doch wohl auchunbeschä-digt davon gekommen, insonderheit weil wir Gewehr in Lder Hand gehabt,und so starck an der Zahl gewesen. ^
Ich meines Theils habe mich Zeit meines Lebens nie-malen so als dißmal gefürchtet. Gestalten ich bey Er- ^
blickung mehr als zoo hungriger Wolfe, die mit aufge- §sperrten Rachen und fürchterlichem Geheul aufuns, die ?wir keinen sichern Ort hatten,andrangen, mich selbst fürverlohren hielt. Daher ich nimmermehr, wieder über ^das Gcbürge begehre,ja lieber i ooo Teutsche Meilen zuWasser reifen will, solte ich auch alle Woche einmalSturm auszustehen haben. A
Von meiner Durchreise durch Franckreich weißrch.mchts besonders zu melden, dessen nicht andere Rei-sende, und zwar vielleicht geschickter, als ich etwa thunkonte, bereits gedacht. Ich ritte von iboulmile nach ^r.VKiS, kam nach wenigem Verbleiben nach «h,
und nach vielem strengen Frost den 14 Jan. glücklich IN MVO^lVKL8 an. »
Nunmehr hatten meine Reisen ein Ende, und ich in ^kurßem alle mein neu-erworbenes Capital bey mir, weil Mmir die mitgebrachte Wechsel- Briefe baar ausgezahlet Nwurden.
Ich richtete mich am allermeisten itzo nach meiner «guten alten Wittwe,als meiner vornehmstenHofmeiste-rin und qeheimden Räthin,welche zur Danckbarkeitfurdas ihr Übermächte Geld sich meinetwegen keine Sorge Wnoch Mühe in nichts dauren liesse, und ich trauere ihr
auch