404 Lebest des Engländers
und ließ sein Rohr etwa ; oder 6 Schritte davonHfdem Boden liegen. F?
Der Bar kam gar bald auch dahin, und wir ritten ^eine Ecke hinten nach. Erstlich stund er bey dem Rohr K ^stille, roch daran, ließ es aber liegen,und kletterte, seiner Dungeheuren Schwehre ungeacht,dennoch so leicht als ei- Mne Katze am Baum hinauf. Ich wunderete mich über Mdie (vermeinte)^ Thorheit meines Dieners, und keine Wnoch gar nichts lächerliches daran finden.Doch,als der B,lBär erst droben, ritten wir näher hinzu. ,M
Hier sahen wir Freycagen draussen aufm dünnen LTheil eines grossen Baum-Astes hocken,und denBärenetwa aufdieHelffte von ihm. Sobald der Bar soweithinaus gerutschet, wo der Ast schwacher wurde,sagten:r7lun,ihr Herren,sehen sie Nstst zu,wie ich denBä- M iren will ranyen lehren.Aiso fieng er an zu hüpffen undden Zweig zu schütteln: Worauf der Bär begonnte zutaumeln, aberdvchinnehielte,undsichumsahe, wieer Wwieder zurücke könte. Hierüber müssen wir freylich von smfHertzen lachen. Allein Freyrag hatte sein gantzes Spielmit ihm noch lange nicht aus. Dann als er den Bär stil-le halten sahe, riefer ihm, gleichsam als könte das arme ^Thier reden,wieder zu: was ? kaust du nicht näher? MEy komm doch näher herunterließ auch dasHüpfen 2und Schütteln des Astes. Der Bär, recht als ob ersverstanden hätte, rückte ein wenig weiter.Freyrag tanß-te abermals, und der Bär stund wieder stille. Wirdachten, itzo schickte sichs recht gut, den Bär in denKopf ^ 'zu schiessen, und ich hieß Freytagen deswegen stille sie- ^hen, weil wir Feuer geben wollen Allein er schrie in- ^7
ständigst, es nicht zu thun, dann er wolle ihm bald bald z ^den Rest geben. Die Sache kurtz zu machen: Freytag
tankte