ryr Leben des Engländers
wieder ausspeyen wolle. Allein es halffnichtsU«hatte weder beym gesottenen noch gebratenen niemahlsLust zum Salh, wenigstens eine lange Zeit, und nochdarzu gar wenig.
Gleichwie ich ihn dißmahl mit gekochtem Fleisch undeiner Brühe gespeifet, also beschloß ich,'ihn des andernTages mit einem Braten zu tractiren. Diß that ichdurch Aufhängung eines Stückes ans Feuer an einemStrick, wie ich von manchen Leuten in Engelland gese-hen, welche aufieder Seite des Feuers einen Stecken indie Erde stecken, einen quer oben drauf legen, und diesenobersten, woran der Braren befestiget, mit einem Strichimmerzu herum drehen. Diß bewunderte Freytagsehr: Als er aber das Fleisch erst gekostet hatte, steilere ersich so artig dabey an, daß ich vollkommen schließen ton-te, es müste ihm trefirch gut schmecken. Endlich bezeugteer mir, er wolle kein Menfchcn-FleLsch mehr essen; wel-ches ich auch Zar gerne hörete.
Folgenden Tags ließ ich ihn etwas Korn cmsschla-§en, und nach meiner Manier sichten. Er ergriffs inkurtzem so gut als ich selber, insonderheit als er sahe, daßes zum Brodt-backen solte: gestalten er auch das Ba-cken, und in kurhem alles für mich eben so gut, als ich,thun lernte.
Zeho fieng ich an zu betrachten, daß ich, weil ich statteines nunmehro zwey Mäuler zu versorgen hätte, auchmehr Trauben sammlen, und zu mehrer Saal auchmehr Korn-Feld umgraben müste. Deswegen steckteichein grösscrs Stück ab, und bcgonme es, wie die vori-ge, zu umzäunen, worinn mir Freyrag nicht nur willigund mit aller Macht, sondern auch gar freudig, an dieHand gierig: Und als ich zu ihm sagte, es geschähe, um
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