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Lebett des Engländers
Dem ungeacht faßte ich den Schluß, ich könte mirkeine Rechnung zurEntkommung von hier machen, ichbekäme dann einen Wilden in meine Gewalt, und zwarsolte es,wo möglich, einer ihrer Gehangenen seyn, den siezu ihrer Mahlzeit besticket und herüber brächten. Dochäusserte sich bey diesenGedancken wiederum dieSchwü-rigkeit, daß dieses durchaus nicht angehen würde, ichüberfiele dann den gantzen Haussen, und tödtcte sie alle.Diß war nun nicht allein ein verzweiffelter Anschlag,sondern kome auch mißlingen. So machte ich mir aucheinen grossen Scrupel über die Billigkeit, solches zuthun, und das Hertz bebete mir recht, wann ich bedachte,so viel Blut zu vergießen,uneracht es meiner Bcfreyunghalber geschahe. Ich darffdie Einwürffe dagegen nichtwiederholen, weil sie meist eben die vorige. Indessen,ob ich gleich jho noch andere Ursachen vorzuwenden hat-te, nemlich daß diese Leute Feinde meines Lebens, undmich, wann sie nur kämen, auffressen würden; daß eseine Selbst-Erhaltung im höchsten Grad, mich von die-ser Ermordung zu erretten, und ich nur mich selbst ver-theidigte, eben als ob sie mich würcklich anfielen, unddergleichen. Ich sage, uneracht diese Dinge vor michsprachen, schienen mir doch die Gedancken, von Vergiesssung Menschen-Bluts zu meiner Beschühung, etwasrecht abscheuliches,welches ich lange Zeit in meinem Ge-müth nicht zusammen reimen kome.
Nichts destoweniger behielt das dringende Verlan-gen nach meiner Freyheit, nach vielen heimlichen Di-späten bey mir selber, und nach grossem Kummer wegenaller dieser in meinem Kopff lange hin und wieder über-legten Gründe, endlich doch die Ober-Hand, und ichresolvim, wanns immer möglich, es koste was es wolle,
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