Leben des Engländers
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Denn ich erfuhr eher nicht als das letzte Jahr meinesHierseyns, ob iemand vom Schiff gerettet wordenoder nicht, und sahe bloß zu meiner Betrübniß etlicheTage hernach den Leichnam eines ertrunckenen Schiff-Jungens an der Spitze der Jnsul, wo das Wrack lag,ans User treiben. Er hatte keine andere Kleider als einMatrosen-Camisol oder Schany-Läufer, ein paarwerte Hosen, und ein blau leinenes Hemd an. Aberwas für ein Landsmann er sey, konte ich an nichts erken-nen. In seiner Ficke stack nichts als r specie Thaler,und eine Tobacks-Pseiffe, welche ich weit höher alsdas Geld schätzete.
Jtzo war stille See,und ich hatte grosse Lust, mich inmeinem Boot an das gestrandete Schiffzu wagen,nichtzweifelnd, etwas mir dienliches am Boord zu finden.Doch drang mich dieses nicht so starck darzu, als dieHoffnung,es möchte noch etwas lebendiges daraufseyn,dessen Leben ich nicht nur retten,sondern auch für mein ei-genes dadurch einen Trost und Beystand erlangen tön-te. DieserGedancke stack mir so tiefim Hertzen, daß ichTag und Nacht nicht ruhen konte, bis ich in meinemBoot an Boord gefahren: Ja ich fühlte dißfalls einenso starcken Eindruck in meinem Gemüthe, daß ich ihmnicht widerstehen konte,sondern glauben muste,er kämevon einer unsichtbaren Schickung,und daß,wo ichs un-terliesse,ich übel bey mir selber thun würde.
In solchen Gedancken eilete ich nach meinemCasteel,machte alles zu meiner Reise fertig,nahm einenVorralhamBrod,einen grossen Topffrisch Wasser,einen Com-paß,eine Flasche mit Rum,dessen ich noch eine ziemlicheMenge hatte,und einen Korb voll Trauben. Mit dieserBagage begab ich mich hinab zu meinem Fahrzeug, goß
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