^ Lobiolon Lrulöe.
M" Hierruheteich eine ganhe Woche aus, und that mir^ M meiner langen Reise recht gütlich, welche Zeit ichmeistens mit der wichtigen Schure, nemlich für meinenPapagoy, der nun recht zahm und freundlich gegen michwurde,emm Keficht zu machen, zubrachte. Nach diesemUllstz dachte ich auch auf mein armes Böcklein, welches ich inmeinem kleinen Umkreiß angebunden hakte. Diß wol-lt«,» te ich nun nach Hause holen oder ihm was zu ftessen ge-ben. Ich gieng hin und fands, wo ichs gelassen hat-ch«, te, dann es tonte nicht heraus, und war fast Hungersgestorben» Geschwinde schnitte ich Zweige von Bäu-Vsr men und Stauden ab, legte es ihm vor, und wolte es,nachdem sichs gefüttert, gebunden fortführen. Allem!,D es war vor Hunger so zahm worden, daß es keinesBindens brauchte, sondern mir wie ein Hund nachlief.Indem ichs nun fleißig fütterte, wurde das arme DingiM ß artig, so zahm und so gedultig, daß es von der Zeit andM einer meiner Haußgenossen ward, und mich niemahlsmehr verlassen wolte.
W Nunmehr war die nasse Zeit des Herdsts herbey, undhMtzi ichfeyerte den zo Lsyrember eben so, als das erstemahl,mästen es das Jahr-Gedächtniß meiner Landung aufiiB dieser Insul war, woraufich nun zwey Jahr zugebracht/und eben so wenig Hoffnung einer Befteyung/als den er-Mi stm Tag, hatte. Den gantzen Tag brachte ich zu mit de-^ wüthiger und Danck vollcr Erkänntniß so mancher wun-» derbaren Wohlthaten GOttes bey meinem einsamen Zu-W ohne welche ich noch tausendmahl elender gewesen
wäre. Ich lobte und preisete meinen Schöpffer von Her-d ^ hen, daß er mir zu erkennen gegeben, wie es möglich gewe-Ä daß ich glücklicher seyn käme in diesem einsamenE- ^ Stande,als vielleicht in der Freyheit derGesekschafft und
bey