224 Leben desEngelkändets
känritnißdesHeylandcsund der Erlösung, nichtmü ^mit Erstaunung und Verwunderung, wiesieanfäna, ^lieh die Wissenschafft von GOTT und seinen Elge^ !schafften angenommen, sondern auch mit Freien,mit ^Glauben,und mit einem solchen Grad der Erleuchtung Aannahm, daß man würde Mühe haben sich dasselbe 7ein zu bilden, geschweige daß man solches recht vorfiel- 7°!ig machen könte. Wie er sich fertig machte selbige zu ^tauffen, bat ich ihn, er möchte diese Ceremonie mit et- ^wasVorsicht verrichten, damit man nicht merckte, ^daß er Catholisch wäre, weil dieses hätte können böse ^Folgerungen nach sich ziehen, und Zwietracht unter al- ^ken diesen Leuten erwecken, gestalt solche nur noch gar ^schwache Vorbildungen von dergleichen Materie hat- ^ten. Ergab mir zur Antwort, daß wie er keines »iveihete Capelle, und keine andere Sachen die zu den ^Ceremonien seiner Kirche nöthig wären, m Bereit« Eschafft hätte, er seine Dinge hierbey so anstellen wolle, ^daß ich es selbst nicht mercken solle, daß er ein Cathvlü ^1que wäre, wenn ich es vorher nicht gewust hätte. Er ^hielt seine Worte, und nachdem er einige lateinische ^Worte halb facht ausgesprochen hatte, goß er eineganhe Schüssel mit Wasser auf des Weibs Haupt *undsagte über laut auf Frantzösisch: Maria (denn WaufBitte ihres Maus gab ich ihr alsPathe diesenNa« «men) ich tauffe dich im Namen des Vaters, des Soh- Ines, und des Heiligen Geistes. ^
E Es war nicht möglich daraus zu errathen von was Nfür einer Religion er wäre. Zwar gab er ihr nach« ^gehends den Segen aufLatemisch; Mein^ckmzbll« Hdete sich ein, daß es Frantzösisch wäre,oder er gab ganh ^und gar nicht achtting drauff. . A