Leben desEttgelländeks
kannte dessen Lineamenten noch sehr wohl, irasHseine Kleidung anbelangt, dieselbe will ich nacba-.hends beschreiben. Ich befahl alsofort, daß jeder-man in dem Boot bleiben, und mir niemand folgensötte; Aber Freitagen zurück zu halten war keinMittel da. Dieser Liebe- volle Sohn hatte seine»Vater aufeine so grosse Weite von den andern Spa-niern gesehen, daß mir es nicht möglich war solchenzu Gesicht zubekommen: und es ist gewiß, daß, wennman ihn hätte wollen abhalten an das Land zugehener würde in das Meer gesprungen und hinüber ge-schwommen seyn. Kaum hatteer den Fuß drauffge-seht, so flog er so geschwind wie ein Pfeil, den ein star«cker Arm vom Bogen abgedruckt, nach dem Wildenzu. Der standhaffteste Mann würde sich nicht habenenthalten können, einige Thränen fallenzulassen,wenn er die unmäßige Freude, welcher sich dieser ar-me Kerl ergab, da er zu seinem Vater kam, gesehenhatte. Er umarmete solchen, küßte ihn, faste selbi-gen an, üm ihn aufein Klotz niederzusetzen, er sahe ihnlänger als eine Viertel Stunde steiff an, wie ei»Mensch, der ein ungemein Bild mit Erstaunung be-trachtet ; Nach diesemsatzte er sich bey ihn nieder aufdie Erde, küßte ihn von neuem, stund wieder auf, undfuhr fort ihn mit Aufmercksamkeit zu betrachten, alswenn ihn dessen Anschauen überaus belustigte; Desandern Tages nahmen seine zärtliche Ausschweiffun-gen einen andern Laufs. Er gieng viel Stufen mit»hm am Ufer strahieren, indem er Migcl/ 'ey derHand führte, als wenn es eine Jungfrau wäre, unddann und wann lieffer hin und holte etwas aus demBoot, bald ein Stück Zucker, bald ein Glaß Bran-dewein.