8 Leben des Ettgellanders
von dem Meer entfernet, welches mich demUdme ^durch den Umgang mit den Seefahrern, und durchdie Erzehlung alles desjenigen,so die entfernetenLänder ^anbetraff, meine Thorheiten zu verneuern. ^ Ai'
Nachdem ich wich nun mtt meiner gantzen Familie ^dahin gesehethatte, sokauffteich Pflüge benebstallen Si?andern so zuBauung der Accker nöthig ist; Ich verfahr KVmich mit Karren, mit einem Wagen, Pferden,Kühen, BSchafen; und indem ich also mich mit Fleiß auf die jD»Arbeit legte, so sahe ich mich in einer Zeit von sechsM» Bnathen als einen wahrhafftigen Land-Edelmann. Ich -Bbeflisse mich gantz und gar meine Ackerleuthe zu regle-ren, zu pflanhen, Zaune zu machen, und ich vermeyncke Mdas glückseligste Leben zu führen - welches die Natur jiseinem Menschen geben könne, der da nach langer Un- D>ruhe einen sichern Ort wider neues Unglück suchet, sii!
Ich bauete mein eigenes Land, keine Gefälle hatte Mich zu bezahlen, ich war Herr, ich konte pflanhen, aus- -chreuten, bauen, niederreißen, alles wie ich es vor gut be- 8fand; alles was ich einerndtete war vor mich,und alles «was ich verbessern ließ, war meinen Nachkommen zumbesten. Nunmehr« dachte ich mehr mehr den Lauff ihtmeines herumirrenden Lebens anzutreten, und indem ^ich mich von aller Traurigkeit und Verdruß befteyetsahe, so glaubte ich, daß ich diejenige glückseelige Mit- ^telmäßigkeit, welche mir mein Vater so öffters gelobet,wahrhafftig erlanget hätte; Die Annehmlichkeiten,welche ich damahls in dem Leben genossen, erinnerte» Gmein Gemüth offt an diesen Versen eines Poeten: ^
Hier schmecket man das Glück der wahren güldnen ^