Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
712
Einzelbild herunterladen
 

712 Weissagungen.

Und der Geschichteschreiber Joseph , ein Augenzeug dieserGräuel, giebt die klägliche Beschreibung davon.

Der Prophet saget: Die Verwüstung wird bis zumBeschlüsse und bis ans Ende dauren ; und seit siehenzehnhundert Jahren ist dieses unglückselige Volk der Juden gleich,sam allerithalben in der Dienstbarkeit, ohne Vaterland, ohneTempel, ohne Opfer, immer verabscheut, und immer gepla,get. Was werden darauf unsere stolzen Ungläubigen, Frey,deuker, und Philosophen sagen?

D rrch diese Erläutrungen sieht man, wenn man den Zeit,punkt der Weissagung, die Kennzeichen Christi, der geweis,saget wurde, die historischen Denkmäler, die keine Ausnahmeleiden, betrachtet, daß nur in der Person Jesu Christi, zurvollkommenen Erfüllung und Bewährung der Weissagung,alle Umstände Zusammentreffen. Man sieht, daß denjenigen,die andere Auslegungen suchen, als wir gegeben haben, dieaugenscheinlichsten Beweise widersprechen, welche aus denverschiedenen Umständen eben dieser Weissagung gezogen sind.

Man kann also den du Marfars sich bestreben lassen, umIonathas als den Gegenstand der Weissagung vorzustellen;um die Ausschweifung zu behaupten, daß der Text nach derHand eingeschaltet worden fey; um Lügen aufLügen zu häu,fen/ und durch seine falschen Vernunftschlüsse die unwissenden,oder voreingenommenen Menschen zu hintergehen.

Christus mußte endlich zu einer bestimmten Zeit auf dieErde kommen; ec mußte die Welt beleuchten, die Sündevertilgen, von seinem Volke verläugnet werden; er mußtedie Opfer des alten Gesetzes aufheben: der Tempel mußte zuBoden gestürzet, die Stadt völlig zerstöret, das ganze Volk