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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
711
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Weissagungen. 71 r

Die dritte Erläuterung wird jene letzten Worte betreffen:Und das Volk, das ihn verläugnen wird, soll nicht mehrfeyn Volk seyn. Es wird ein Volk mir seinem Führerkommen, und die Stadt und das Heiligthum zerstören;u. s. w. Welche Bestätigung, welche unglücklichen Be»weise giebt nicht die evangelische Geschichte von der Erfüllungdieser Weissagung au die Hand!

Sein Volk wird ihn verläugnen, saget der Prophet:und die rasenden Juden schreyen dem Pilatus zu, der ihnenIesum Christum vorstellet: * Nimm, nimm diesen Men»schen von unfern Augen fort; er soll gekreuztget werden.

Der Prophet saget: Sern Volk wird nicht mehr sei»Volk seyn; und die Juden laden den Gräuel und die Fol,gen ihres Gottesmords auf sich und ihre Nachkommen,durch diesen abscheulichen Fluch: ** Sein Blut falle überuns und über unsre Rinder!

Der Prophet saget : Es wird ein Volk mit seinemFührer kommen, und die Stadt und das Heiligthum zer-stören ; und vierzig Jahre nach dem Tode Jesu Christi, um,ringen die Römer, unter der Anführung des Titus, dieStadt, schließen sie ein, erobern sie, unerachtet des stärkstenund harksinnigsten Widerstands,Len man jemals gesehen hatte,stürzen sie vom Grunde zu Boden, zünden den Tempel an,und lassen keinen Stein auf dem andern. Eilfmal hunderttausend Seelen kommen bey dieser Belagerung ums Leben;neunzig tausend Juden gerathen in die Dienstbarkeit; vieleTausende werden dem Feuer, den Zähnen grimmiger ThierePreis gegeben, oder an Kreuze und auf Pfähle genagelt.

Und

' Jvh. xrx. " Matth. XXVll.

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