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Weissagungen.
VI.
Die berühmte Weissagung von den siebenzig Wochentm Daniel ist auch aus der Zahl derjenigen , womit manLeute betäubet hat, die sich fürchten eine UntersuchungVorzunehmen, welche sie für allzu beschwerlich halten,und die lieber alles blindhin glauben, als die geringstePrüfung anfangen wollen. Ls ist eine seltsame SacheZusehen, wiesichdieGelchrren gemartert haben, um siemit der Geburt Jesu Christi zusammenzureimen. Esgiebt mehr als fünfzig Meynungen von dieser Sache,ohne daß nur eine dem Verstände genugthun könnte,der auch zum leichtesten zu befriedigen ist. Alles, wasman mit Wahrheit von der Stelle sagen kann, die dieseWeissagung enthält, ist dieses, daß sie augenscheinlich inden Text Daniels eingeschaltet worden ist, um die Ju-den zu bereden, daß Ionathas der Messias, oder der Ge-sandte Gottes, oder ein Führer sey, der ihnen den Siegüber alle ihre Feinde verschaffen sollte. Man darf nurlesen, was vor dieser sogenannten Weissagung voraus-geht , und was unmittelbar darauf folget, um klar;»sehen, daß sie ein Beysatz ist. Und will man die Zeit-rechnung derselben Zeiten nur ein Bißchen mir Aufmerk-samkeit und Redlichkeit untersuchen, so wird man finden,daß die siebenzig Wochen genau bey der Zeit Ionathasdes Macchabäers, das ist, ohngefähr hundert und drei-ßig Jahre vor Jesu Christo, auslaufen.
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Aus allen Weissagungen, dir Jesum Christum bedeut^haben , ist keine rührender und überzeugender, als jene von
den