Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
705
Einzelbild herunterladen
 

ü>ljj

Kr

lh

»r

t:

^L

°-

»r

B»

A>'

>«^

Weissagungen. 7oy

bild und die Figur Iesu Christi sey, und daß alles, wasjenem begegnet ist, eine Bedeutung von dem gewesensey, was diesem begegnen sollte. Mansche, wie weitman gehen muß, wenn man seinen Verstand zu so al-bernen und so häßlichen Dingen anwenden will.

Aber, was ist alberner und häßlicher, als die Aussprüchedes du Marsais ?-Entweder hat er das fünfzigste Kapitelim Isaias, das er anziehr, gelesen; oder er hak es nicht ge,lesen. Hat ers nicht gelesen, so redet er albern: hat ers ge,lesen, so ist er ein hassenswürdiger Verführer.

Man fasset nicht, wie ihm zu Sinne kommen mochte,dem Jeremias zuzueignen, was in diesem Kapitel gesagetwird. Es ist unmöglich, in der Person desjenigen, derredet / uyd einen Theil seines Leidens vorhersaget, einen Gottzu verkennen. Denn könnte ein anderer, als Gott, sagen:* Ist dann mein Arm verkürzet, daß ich euch nicht erret»ten könnte? Habe ich nicht die Macht euch zu befreyen?Mein Zorn erklecket, um die Meere und Flüsse auszu-trocknen , das Licht am Himmel auszulöschen, und allesmit dicken Finsternissen zu verhüllen.Also redet der,jenige, welcher gleich darauf fortfährt: Ich habe meinenLeib denen Preis gegeben, die mich schlugen, die meinAntlitz mit Speichel bedeckten, und mich mit Schwachenund Vorwürfen überluden. Gleichwohl versichert unsder einsichtvolle und gelehrte du Marsais, daß jener, der daredet, Niemand außer Jeremias seyn könne.

Vl.

' Jsai.II. Band.

Yy