Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
670
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Ursprung des Bösen.

Antwort. ^

Nichts ist richtiger, als dieser Vordersaß Baylens, und

nichts fälscher, als die Schlußfolge, die er daraus ziehenwill. Um diese Schlußfolge zu entdecken, dörfm wir nurseine Schlußrede auf diese Weise ausführen: nun aber,-er Mensch ist nicht ohne alles wirkliche Böse, oder ohneNeigung zum Bösen erschaffen worden. Folglich ist erdas Werk eines unendlich gütigen und heiligen Grund-wesens nicht. Aber, wenn man die Schlußrede also au-,führet, sieht man schon, wie falsch und verführerisch sie sey.

Denn es ist grundfalsch, daß der Mensch mit einemwirkliche» Bösen erschaffen worden sey. Adam empfiengvon Gotte eine gerechte Seele, einen gesunden Leib, einenVerstand, der fähig war zu erkennen, was wahr, gerecht,und ehrbar sey; er empfieng Sinne, welche den Eindruck derGegenstände aufnahmen, und ihm dadurch anzeiglen, wasihm zu seiner Erhaltung und seinem Wohlseyn nothwmdigwäre. Er empfieng auch die Freyheit, das ist, das Vermi,gen, sich selbst zu entschließen, und zu wählen. Allein anall diesem ist nichts, was man, oder ein wirkliches Böses,oder eine Neigung zum Bösen nennen könnte. Der fteyeWillen, das Vermögen aus Wahl und aus Geschmacksdem Guten nachzustreben, ist gewiß ein kostbares Geschenk,obschon man es misbrauchen kann. Es ist dann die ganzeSchlußrede Baylens grundfalsch, und sehr verführerisch.

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Fortsetzung des Einwurfs.

. Hat Gott vorgesehen, daß der Mensch seinen fteyenWillen misbrauchen werde? Wenn ers vorgesehen hat,

hätte

" Eben-.

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