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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
637
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Vorurtheile. sz?

nisss sticht und ungegründet, und daß sie mit all ihrer Phi,losophie nur blinde Führer anderer Blinden sind. DerDeismus, durch sich selbst widerleget; das Orakel derneuen Philosophen; die Irvthümer voltairens; die An,merkungen über das philosophische Handlexikon, undviele andere Werke von dieser Art, geben davon »numstöß«liche Beweise an die Hand. Einer der vornehmsten aus die,stn sogenannten Lehrern hat gssaget: *Das Vorurtheil isteine N7eynung ohne Beurtheilung. Trifft inan aber in denLieblingsmeynungen dieser Herren viele Beurtheilung an?

Der Philosoph.

Die Anmerkung ist ziemlich gut! und ich sehe nicht, wieder Verfasser des Handlexikons seinen schönen Gedanken werrde erklären, oder vertheidigen können.

Der Christ.

Und ich sehe, daß Sie im Punkte der Vorurtheile schonhalb bekehret sind. Um Ihre Bekehrung zu vollenden, willich die Hauptsätze herzählen, welche die Ungläubigen und disTadler der Religion beständig im Munde führen; welche sisfür unumstößliche Grundsätze ausgeben: und welche Sie selb«sten leicht als Vorurtheile erkennen werden; als sehr ver-ächtliche Vorurtheile, die aufkeine Weise zu entschuldigen,und für die Religion, die guten Sitten, und die Gesellschaftallezeit höchst schädlich sind.

Es ist ein Vorurrheil, das weder zu entschuldigen, nochzu dulden ist, wenn man behauptet, daß dieses Jahrhundertdas aufgeklärteste Zeitalter sty, und daß man bis auf unsereTage zu denken nicht gewußt, oder sich nicht getrauet Habe.

Dieses

* Phil. Handlex. bcym Artikel: Verurteil.