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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
576
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576 Verfolgungen.

2. Weil das Verfahren gegen sie unbillig und unrecht-mäßig war. Es war unbillig, weil kein menschliches Gesetz. den Aberglauben und den Gräuel des Götzendienste guchei,ßen, oder eine augenscheinlich heilige und göttliche Reltzion,wie die christliche Religion ist, verbuchen, oder Strafen undPeinen anweuden dorfre, um zur Annahme des Götzendienstsund zur Verläugnung der christlichen Religion zu zwingen.Es war unrechtmäßig, weil man nicht befuget war, Men-schen , welche nur Gott den Schöpfer anbelheten, und deneinzigen Grundsätzen der reinsten, heiligsten, anständigsten,und für die Gesellschaft nützlichsten Sittenlehre folgten, alshassenswürdige Verbrecher zu behandeln.

Wir glauben, die deutlichsten und unstreitigsten Grund-sätze beygebracht zu haben, bey welchen man allezeit anfangenmuß, sobald man von den Verfolgungen reden und ver-nünftig schließen will.

Zweyter Artikel.

Die Philosophen legen der Ausübung der rechtmäßig-sten Gewalt/ wie den Misbräuchen/ die man mit die-ser Gewalt anstellen kann/ den Namen:

Verfolgung - bey. ,

/sobald man die gefährlichste Ausgelassenheit des Verstan-des cinhalren, oder die Streiche verhindern will, welchedie Freydenker wider die Religion und die Sitten zu führenstch bemühen; sobald eine rechtmäßige Oberkeit Lurch billigeund kraftvolle Gesetze die Religion vertheidigen, und sicherstellen will: so rufen schon die Philosophen, Verfolgung!Verfolgung! aus. Und damit sie stch einen Schein des

Rech-