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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
538
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sz8 Taufe,

sehen. Man kennet ihre All zu denken und sich ausrudrü,cken. Aber man schreibt nur, um sie zu Schanden zuia,chen, und den Menschen zu beleuchten, der eine redlicheSeele Hat, der die Religion wmh und in Ehren hält.

Was die Eintauchung belanget, wollen wir noch an,merken, daß man in etlichen Kirchen den Menschen dreymalin das geheiligte Wasser eintauchte, um die Dreyfaltigkeitder Personen anzuveukeu, in derer Namen er getauftt wur»de; und in einigen andern tauchte man ihn nur einmal ein,um die Einheit der göttlichen Natur vorzustellcn. Beydedieser Arten zu taufen waren gleich gültig, weil Jesus Chri,sius keine davon bestimmet, und nur allein gesagt hatte:* Gehet, und lehret alle Völker, und taufet sie im Na»men des Vaters, des Sohns, und des heiligen Geistes.

Weil die Taufe sich nicht allezeit durch die Eintauchungmittheilen läßt, und in vielen Umstanden, als im Fallege,fährlichec Krankheiten , wegen der rauhen Kälte gewisserGegenden, wegen Schwachheit des Alters, oft allzu be,schwerlich md beynahe unmöglich wird, nahm man auchden Gebrauch an, sie durch die Begießung zu erchrilen.Da dieser Gebrauch in vielen Absichten weit füglicher ist,hac man ihn gänzlich angenommen, und hält sich heut zuTage in der ganzen Christenheit daran.

Weil die Kirche in den ersten Jahrhunderten mitten imHeydenthume selbsten aufgerichtet wurde, und aus Leutenbestand, die vom Götzendienste zum Christenthume üöergien,gen; brauchte man viele Sorgfalt, sie zu unterrichten, zuprüfen, und zur Gnade zu bereiten, die sie verlangten. Je»

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