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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
536
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sZ6 Taufe.

Die Waschungen. Reinigungen, Tauchungen sind vor ^Zeiten bey sielen abgöttischen Völkern, und bey den Juden, Bsehr im Schwange gewesen; sie sind noch heul zu Tags bey p §den U7ahomctanern sehr gebräuchlich aber alle diese Cers, ^momen haben mit der Taufe der Christen kein Verhältnis OMan vernehme kei; Unterschied zwischen ihnen und der Taufe. Dl

1. Die Taufe ist für jene durchaus nothwendig, welche

Christen werden wollen; und die Tauchungen oder Reinigun- ^gen bey den abgötkischdn Völkern warm nur Gebräuche, ^oder, also zu reden, freye und willkührliche Andachten, ^welche zu üben die meisten sich wenig bekümmerten. N

2 . Die Taufe wird, und kann nur einmal gegeben wer, *

den, weil sie ein unauslöschliches Zeichen in die Seele prä, Wger; und dieses brachte vormals den abtrinnigen Julian bey, <>«nahe zur Verzweiflung: aber die Tauchungen oder Reinigun,

gen konnten so oft wiederholet werden, als man wollte, weil «sie eitel Cercmonien waren, die keine Folgen hatten. !

z. Die Talift besteht darinnen, daß man in das Was, ^ser gerauchet, oder nur von dem Taufenden zu gleicher Zeit ^damit begossen wird, wann er die sacrarnentalischrn Worteausspricht: und dieses läßt sich niemals abändern. Aber ^

die heydnischen Tauchungen oder Reinigungen waren, nach *

den Zeiten, Gegenden, Ländern, Personen, beständigen N»Vsrändrungen unterworfen, und hatten niemals einen Be« ^siand, oder eine Bestimmung.

Nachdem wir diesen Unterschied bestätiget haben, wovonman in der Folge die Nothwendigkeit sehen wird, wollen wir ^ein Bißchen umständlicher erklären, was die TarLe fty.

Dieses Sakrament kann anszweyerley Art mitgecheiletwerden, Lurch die Eintauchung und durch die Begießung.

Man