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Dritte Anmerkung. Wie getrauet man sich zubehaupten, daß einer und derselbe Begriffaus der ungesittet»sten Dummheit, und daß er zugleich aus dem Verständeder schönsten Genien emsprunqen sey? Wie waget man es,uns zu bereden, daß eben derselbe Beqrrff nichts anders,als die Frucht der Unwissenheit und einer kindischen Furcht,und daß er auf gleiche Weise'die Frucht von den Kennt,niffen, Beobachtungen, Anmerkungen der größesten Männersey, die jemals gelebet haben ? Hätte man immer geglaubet,daß ein Mensch fähig wäre, dergleichen Ungereimtheiten undWidersprüche auf die Bahne zu bringen? Nein, gewißnicht: man hätte es nimmer geglaubet, wenn der Erfinderdieses Systemeö nicht gelebet hätte.
Vierte Anmerkung. Eben dieser Mann behauptet,daß die Menschen, zu den Zeiten der Unglücksfälle und Be»drängnisse, aus Furcht und Schrecken sich eingebildet haben,es gebe eine Gottheit. Aber wenn man ihn ftagere, inwelchem Jahrhunderte, bey welchem Volke, unter welchemFürsten diese Begriffe und diese Einbildungen angefangenhaben. und angenommen worden seyn ; wenn man ihn fra»gete, was für ansehnliche Schriftsteller er anführen könnte,um feine Aussage zu verbürgen: was könnte er wohl zurAntwort geben? Sollen dann seine Träumereyen für einenzulänglichen Beweis gelten ?
Fünfte Anmerkung. Wenn aber, wie es dieserMann mir seinen immer widersprechenden Meynungen vor»giebr; wenn die größesten Männer, die schönsten Geister,die Gesetzgeber, die Wohlthäter des menschlichen Geschlechtteö die Begriffe von der Gottheit herbeygebracht haben, undwenn dich Begriffe nachmals durch alle Zeiten allgemein an,
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