492 , System,
mals ein Werk weniger philosophisch gewesen ist, und derVernunft selbsten mehr widersprochen hat; man wird sehen,daß nur die Träumereien und Gottlosigkeiten von Lukrezenund Spinoza darinnen aufgewärmet werden, wobey mangleichwohl weder die zierliche Redensart des römischen Dich»ters, noch die Dialektik des jüdischen Mameluken antrifft;man wird sehen, daß es die vernünftige Natur auf das äu-ßerste verletzet und ans das grausamste beschimpfet, als esimmer möglich ist, weil es dieselbe bis auf den Stand von blo,ßenMaschinen,oder von den verächtlichsten Thieren herabschet.
Der Verfasser dieses Werkes verbirgt sich unter dem Na,men eines Verstorbenen; und er thut wohl: denn er be-greift, daß keine Gesellschaft ein solches Verbrechen einemlebenden Menschen verzeihen könnte. Gleichwohl mögen dieGrundsätze der Sittenlehre, die er auskramet, iinmer soabscheulich, und seine Schmähreden wider alle bürgerliche,politische, rrnd geistliche Mächte immer so schwärmerisch seyn;so ist doch alles, was er saget, nur auf Ungereimtheiten* und auf so starke Ansschwerfungen gegründet, daß man sienur entdecken darf, um Abscheu und Verachtung dagegenernzustößen. Dieses wird der Leser aus der kurzen Zerglie-derung, die wir davon machen wollen, und die wir in ver,fihiedene Abschnitte theilen werden, ganz leicht erkennen.
Erster Abschnitt.
Von den ersten Grundsätzen des Systems der Natur.Auszug aus dem Werke.
* AVeftr große Schriftsteller bejammert erstlich die Men,^ schm , daß sie bisher niemals sich getrauet haben,
ihre
WH
M
D,
chns
"Varrel. zumS^st,