SüMuth. 4§9
sollen nur 'nach der Gewißheit der Zeugnisse, und nach derGlaubwürdigkeit der Zeugen, die man anführt, entschiedenwerden.^ Man kann keine Begebenheit anstreiten, wennman nicht die Unzulänglichkeit der Zeugnisse, die man alsBeweise angiebt, oder die lediglich« Unmöglichkeit der Sache,die bezeuget wird, klar an den Tag leger. Nach Liesen Grund,sähen wollen wir sehen, wer Recht habe: die Christen, wel,che die Sündstuth glauben, oder die Irrgläubigen, welchedie Leichtgläubigkeit der Christen verhöhnen?
Die Christen gründen sich auf das Wort der göttlichenSchrift, im ersten Buche Moses *, im Evangelium**,in den kanonischen Sendschreiben des Oberhaupts derApostel ***, wo von dieser großen Begebenheit geredetwird. Sie berufen die Irrgläubigen zur Beschauung derErdkugel, die wir bewohnen, und welche noch heut zu Tagedie allgemeine Zerstörung bezeuget, die sie dortmals durchden Aufenthalt der Wässer aufihrer Oberfläche erfahren hat.Endlich führen sie, als Zeugen von der Sache, die sie ver,theidigen, Philosophen, Gelehrte, sehr alte Schriftstelleran, welche von der Offenbarung nicht belehret warm, aberauch keine Ursache harren, sie zu bestreiten. Laßt uns danndie Beweise vor die Hand nehmen, die wir angezeigt haben.
i. Man findet nicht allein in der Tiefe der Erde und anden niedrigsten Orrtern, sondern bis auf den erhabenstenPlähen, und sogar aufden höchsten Bergen, Bänke, Schich-ten , Haufen von Meermuscheln, und Seekräutern; manfindet dorten versteinerte Fische, und Beine von Thieren,die man nur in den entferntsten Gegenden antrifft, wood-
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' VI. »» Mtth. XXIV. *'* i. Per. III.
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