Schöpfung. 417
^ re» abgeschrieben. Dieß ist die 2lrt des menschlichen
^ Verstandes.
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^ Sollte mau nicht sagen, dieser Mann habe alle Geschich,^ ren innen, und er fey in allen alten Sprachen gut bewandert ?Gleichwohl fehlet sehr viel dazu, wie wir es erproben' werden.
Er findet erstlich , daß die Ueberseßung des ersten Ver,^ fis im ersten Buche Moses unrichtig sey. Wer sollte glan-^ ben, nachdem diese Stelle, seit siebenzehn Jahrhunderten,von allen Gelehrten aus allen christlichen Gemeinen, von denGriechen, Lateinern, Syriern, Arabern, Aegyptiern,^ jederzeit also überseht worden ist, daß heut zu Tage einlick Mann anfsichen würde, welcher, ohne von den alten mor«A genländischen Sprachen etwas zu wissen, sonder Scheue sa»l» get, daß keiner von diesen Ueberftßern richtig gewesen sey?ich« Wenn er die Bedeutung des Wortes: Llohim, gewußt
»s hätte, so würde er diesen Bock nicht geschossen haben. Die,
ses Wort, welches in der vielfachen Zahl steht, bedeutet dieM Stärke, die Macht, die unbeschränkte Gewalt. Es wirddurch das Wort: Gott, übersehet, weil diese VollkommeneUli heilen Niemanden, als ihm, wahrhaftig znkommen , undsB weil sie Niemand, als er, ans sich sechsten hat. Man sehetdas Wort: schuff, im Hebräischen : Bara, bey, um zuB verstehen zu geben, daß es nur eine einzige Natur, ein eineBZ ziger Erschaffer, oder Schöpfer sey. Dieser Gebrauch, ein^ Zeitwort in der einfachen Zahl mit einer Nennendung in dervielfachen zu verbinden, wird im Hebräischen öfters ange»^ troffen. Man könnte davon mehrere Beyspiels anführen.^ Hier ist dann unser Verbesserer schon aufdem Fehler ertappet.
^ U. Band. Dd Cr