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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
393
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Salomon. 39Z

Werke Viteuvs und des Palladro, und ihre AnmerkungenGer die Tempel kannte, würde er sich nicht entehren, da erden berühmten Tempel Salomono ein Denkmaai der Bar»harn nennet ?

Dieser Tempel, welcher zu allen Zeiten und bey allenVölkern berühmt gewesen ist , war in drey Tcheile getheiltt:in die Halle oder den Vorsaal; in das, was eigentlich Tem-pel hieß; und in das Heilrgchnm. Der Vorsaal überrrafunriidlrch an Schönheit alle Hallen oder Versänken der römi,shen Tempel, wovon uns Vitruv die Beschreibung giebt.Dieser Vorsaal gieng durch die ganze Breite des Tempels,und war halb so tief, als er breit war. Er ist hauptsächLrchzur Vorbereitung und Schlachtung der meisten Opfer besinn«met gewesen. Das, was eigentlich Tempel hieß, stellte einenRaum vom schönsten Ebemnaaße vor: denn er harre in derLänge soviel, als doppelt feine Breite war, und in der Hö-he einen vierten Theil weniger, als er in der Länge harre.Zn diesem schönen Raume versammelte man sich zum Gedeiheund zum Gesänge. Das Heüigrhum war ein prächtigerSaal ins Viereck, worinnen man die BunLeölade, und al-les, was die Religion der Juden für heilig und kostbar hielt,ausiewahrte. Der Boden und die Wände waren nur Gold-schienen ganz bedecket, die mit geschnittner und gestochenerArbeit reich verzieret waren.

Galomon, welcher alle Sänger, Spielmänner, Pfört-ner, Wachen, Opferer, Priester, die immer zum Dienstedieses heiligen Ortes bestimmet waren, und alle Bedienteund Wsrkleuie, die man wechselsweise brauchen mußte, umden Tempel herum wohnen lassen wollte, ließ erstlich einenerstaunlichen Umkreis von Gebäuden zu mehrern Stock-werken für ihre Wohnungen aufführen. In der Mitte die»

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