Salomon. Z9i
In dem gewöhnlichen Aufwands für das Haus Salo-nions sehet er täglich fünfzig Ochsen an; es sind nur zwanzigmehr, als in der heiligen Schrift angezeiget werden.
Er vermnthet, daß diese Ochsen, nebst hundert Hammelnund dem Federviehe und Wilkprette, ohngefähr sechszigZentner Fleisches ausmacheten. Es mußten dann die Ochsenund Hammel von einer schönen Größe gewesen seyn. Erhätte zum wenigsten einen Fleischer zu Rathe ziehen sollen,eh er seine Rechnung machete.
Er vermnthet, ein Fürst, welcher beynahe vierzig Jahrelang gegen die Syrier, Morgenländer, und Araber Krieggeführet hatte, diebeständig viele Remer hielten, habe selbesten bey seiner Krönung nicht mehr, als ein Maulthier,gehabt, und sein Land habe nichts, als Esel, genähret,wenn gleich alle benachbarten Länder sehr schöne und sehr gu-te Pferde zogen. Aber er saget uns nicht, wo er alle diesewichtigen geheimen Nachrichten hergeholet habe. Er wirduns dann erlauben, sie zu verwerfen, bis er uns einige Be-weise davon beygrbracht haben mag. Unterdessen weisen wirihn an das achte Kapitel des zweyten Buchs der Könige,wo von der Reuterey der Hebräer genug geredet wird; wieauch an mehrere andere Stellen, und sogar an die Geschichtedes ersten Fürsten, der bey ihnen regieret hat.
Den Schnitzer, welchen er machet, da er vierzig tau-send Ställe anstatt vierzig tausend Pferde setzet, muß manihm verzeihen. Er versteht weder die morgenländischen Spra-chen, noch die Eigenschaften dieser Sprachen. Aber erhätte die Übersetzungen nachschlagen können: dort würde ergefunden haben, daß es ausdrücklich angedeutet wird, Sa-lomen habe vierzig tausend Pferde in seinen Ställen, undZwölf tausend Männer für seine Reuterey und für seine
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