Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
365
Einzelbild herunterladen
 

^lk,

Religio». 36s

und blutigen Auftritte erst seit dem "Anfänge der christli-chen Religion aufgehöret haben.

Im übrigen ist es recht wunderlich, daß ein ssynrvollen,der Engländer der christlichen Religion diesen Vorwnrf ma,chet. Ist es nicht aus allen Geschichtsbüchern bewiesen undbestätiget, daß dieses Reich, welches nicht den zwanzigstenTheil Europens ausmachet, allein in weniger als hundertJahren, unter den berühmten Parteyen der Zork undLancaster, zwanzigmal mehr Beyspiele von jenen Entse-Hungen, Ermordungen, und Verbannungen aufzuweiser»hat, als man durch volle siebenzehn Jahrhunderte der Re-ligion zur Last legen könnte?

V.

*was hat dann die christliche Religion vor andernvoraus, daß sie verdienen sollte, daß ein vernünftigerMensch, der von den Vorurtheilen der Erziehung fceyist, che vor allen übrigen den Vorzug gebe?

Jenes hat sie voraus , was wir, der Wesenheit nach,von dieser Religion eben ißt, unmittelbar vor diesen Einwür-fen , ausgeleget haben. Wir brechen dem du Marsais ,und allen übrigen Philosophen Trotz, uns in derselben Ausle-gung einer Falschheit zu beschuldigen, oder uns irgend in

einer

* Zrrglied. der christl. Reich. '

Aork und Lancasters Diese beyden Häuser, derer Patteyen umter der weißen und der rothen Rose bekannt waren, führten lange. Zeit mit einander Krieg, weil beyde auf die Krone Anspruch macheten.Man hat bemerket, daß unter diesen bürgerlichen Kriegen dreyßrgSchlachten geliefert worden sind, und daß drey Könige und viele Für-sten ihr Leben dabey verloren habe«.