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2 (1777) M - Z
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346
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Z46 Religion.

türlicheS hält; die einem jeden auf den ersten Blick äußerstanstößig scheint; und wovor man einen Abscheu fühlet, denman nicht bemeistern kann. Man giebt, aus einer inner,sien Ueberzeugung, die Nolhwendigkeit einer Religion zu:die Vernunft zwingt uns unmerkbar das Geständniß ab.Aber einerseits leget uns die Religion so beschwerliche undkränkende Pflichten aus; und anderseits ist es so süße, nachseiner Freyheit zu leben, sich allen seinen Neigungen undGelüsten Preiß zu geben, keiner seiner Leidenschaften zu wi-derstehen , daß man mit aller möglicher Arglist Mittel suchet,den Verstand mit dem Herzen, und die Vernunft mit dmNeigungen zu vergleichen. Deßhalben, heißt es, hält mansich an die natürliche Religion. Da diese Religion kein an,der Gesetzbuch hat, als jenes, das in unser Herz gegraben ist,und da ein jeder für sich selbsten der Ausleger und Richterdavon zu seyn behauptet, waget man nicht viel, wenn mandiese Religion zu Hülfe nimmt; man kömmt mit ihr ganzleicht zu Rechte.

Aus allen Philosophen hat Rousseau in seinem Emilsie mit der größesten Einsicht vorgekragen, und mit der mensie» Arglist geprediget. Wir nehmen mit Vergnügen allesan, was er voll Einsicht von der Schönheit und Heiligkeitder natürlichen Religion gesprochen hat: aber deßhalben wer«den wir nicht weniger die Trugschlüsse mit Macht bekämpfen,wodurch er die Genüglichkeit dieser Religion bestätigen will.Man vernehme, wie er sich ausdrückel:

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* Sie sehen in meinem Vortrage nur die natürlicheReligion. . . Es ist recht seltsam, daß man noch einer

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Emil. Z. D. i2L. Seit.