Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
257
Einzelbild herunterladen
 

Peter. ,57

keinEndurtheil eines Gtreithandels zwischen etlichen sei,»er Mitbürger zu sprechen wagen, außer durch Verord,nete, die von diesem Fremden ernannt sind; Aecker undWeinberge, die man von seinem eigenen Röntge geschenktempfangen hat, nicht in den Besitz nehmen dörfen, ohnedem fremden Oberherrn eine beträchtige Summe zu zah,len; die Gesetze seines Vaterlands verletzen, welche nichterlauben, seine eigene Nichte zu Heurathen; und sie recht,mäßig zur Ehe nehmen, wann man diesem fremden«vberhevm eine noch beträchtigere Summe gegeben har;seinen Acker nicht zu bauen wagen, an einem Tage, woder Fremde will, daß man das Gedächtniß eines Unbe,kannten feyern solle, welchen er aus seiner besonvern Ei,genmacht in den Himmel geseyet hat: dieß ist zum Thei,le, was man thun muß , wenn man einen Papst an,nimmt.

* » *

Wir haben von jedem dieser Artikel nur ein Wort zu sa«gen, um die Ungereimtheit davon zu erkennen zu geben.

1. Sich einem Herrn unterwerfen , u. s. w. Allekatholische Völker erkennen den Papst für das Oberhaupt derReligion; keines erkennt ihn für seinen Herrn: und dieVölker, welche ihren Königen und Gebierhern zum meistenunrerthänig sind , sind auch diesem Oberhaupte der Religionjum besten ergeben.

2. warten, ehe man denket , u. s. f. Um von einemLehrsätze zu denken, soll der Christ das Urtheil der Kircheoder des Oberhaupts der Kirche, welchem die größeste Zahlder Bischöfe beystrmmt, erwarten. In allen übrigen Din,gen darf inan frey denken, wie mau will»