Peter. »47
brauchen, manchmal die niederträchtigsten Seelen sind, wel,che vor der mindesten Oberkeit, die ein Ansehen hat, ausFurcht zittern möchten, oder die aus Schmäucheley oder Ei-gennützen die prächtigsten Titel an die verächtlichsten Geschöp,feverschwenden würden.
Ueber alles, was wir ißt beygebracht haben, und wo,durch die Würde und Gewalt des Fürsten der Apostel aus,gezeichnet ist, trifft man in den Büchern des Evangeliumsnoch viele andere Stellen an, welche die außerordentlichenGaben und Vorzüge andeuten, womit er verherrlichet wor,den ist. * Er war durch ganz sonderbare Erleuchtungenbegeistert, da er der erste von der ewigen Gottheit Jesu ChristiZeugniß gab. ** Er war der erste unter den Aposteln,welchem Jesus nach seiner Auferstehung erschien. *** Ervernahm aus seinem Munde, daß er sein Leben an demKreuze, wie er, beschließen werde. **** Er war so mäch-tig an Wunderwerken, daß sogar der Schatten seines Leibesdie Kranken heilere. ***** Seine Worte waren so wirksam,daß er durch eine einzige Rede fünf tausend zu Christen Ma-chete: seine Standhaftigkeit, seine Einsichten, das Ansehen,womit er sprach, setzten den Hohenpriester, und die ganzeSynagoge in Verwunderung. Mit einem Worte: alles an ihmzeichnete den Statthalter Gottes auf Erden, den Verwalterdes Sohns Gottes, Jesu Christi, und das Werkzeug des hei.ligen Geistes aus.
Nachdem wir also die Vorrechte, wodurch sich das Ober-haupt der Apostel auönahm, bestimmet haben, bleibt nichtsmehr übrig, als zu beantworten, was der Verfasser des' Hand,
* Matth, xvr. " Suk. XXIV. Joh. XXI.
Apoffelgesch. V. Lbend. IV.
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