Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen
 

224 Irdisches Paradies.

dieser zwoer Kenntnisse, von denen wir nun ißt geredet haben;das ist, der alten Erdbeschreibung und der alten Sprachen,haben die erleuchtetsten Gelehrten die Lage des irdischen Pa«radieses erkannt; sie haben alles für wahr befunden, wasMoses in seiner Beschreibung daron saget; und sie erwei»sen es auf eine Weise, daß Niemand, wer immer sie zu Ra,the ziehen und anhöre» will, einen Zweifel mehr haben kann.

Fürwahr, wenn man mit ihnen das irdische Paradies andie mittägliche Gränze der babylonischen Provinz, zwischenden zwey und dreyßigsten und drey und dreyßigsten Grad derBreite, setzet, so erkennet man ganz leicht, was uns derheilige Text davon saget. Man trifft dorten ein Land vollAlimuth an: denn unter diesem Himmelsstriche haben die grö«ßeften Herrscher Asiens ihren Thronsitz aufgeschlagen; dorthaben sie bas berühmte Babylon, welches unter den Reichender Assyrier, Babylonier, Perser, Griechen, und endlichder Araber so berufen war, aufgebauet und verschönert.Man findet dorrenden Fluß, welcher das irdische Paradiesbegoß , und der in vier Aerme gerheilet ist: und dieser Flußist der Tiger und der Luphrates , die sich an demselbenOrte vereinigen, und, nachdem sie sich ziemlich lange in ei-nem Rinnsaale sortgewälzer haben, aufs neue in zween Aermesich theilen, und den phison und den Gehon ausmachen/welche beyde sich in den persischen Meerbu,en stürzen.

Man kennet den phison leicht an den Merkmälern, wo-durch ihn Moses bezeichnet. Dieser,,, saget er, umströ- mer das Land Hevilath, wo Gold wächst; uno das Gold dieses Lanveg ist sehr gur. Dorr findet man auch den Bdellion und den Onychstem,,. Nun, alle diese Zeichenkönnen nur dem westlichen Kanals jenes Flusses zukommen,von dem wir geredet haben, der Luphrates heißt) der gegen

Arav»M

,,,v

W

hu

«

L

i.

z