s2o Ordensgeistliche.
ßenden Spöttereyen wider sie hat Anlaß geben müssen.Aber dieses geschieht so selten , und die Zahl der Ordens»geistlichen, die sich mit einem ehrwürdigen Anstande betra«gen, ist so groß, daß man kein Recht hat , ihren Standzu verachten. Wenn man von einer Gemeine nach derAufführung und Denkenöart einzelner Glieder urcheilet,welche Gemeine unter den Menschen wird vom Tadel, vonden Vorwürfen, von der Verdammung frey bleiben?
Beschluß.
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Man kann nach der Erläuterung, die wir über die ^ausgestellten Fragen gegeben haben , den Schluß machen, ^wie man von dem Stande der Ocdensgeistlichen denken sol,le. Es scheint, man könne sich nicht entbrechen, die Ab,sichten und Beweggründe in Ehren zu halten, welche zuden Stiftungen der geistlichen Orden Gelegenheit gegebenhaben; es haben diese Orden der Religion sehr große Dien,sie geleistet, und leisten sie noch alle Tage; nur 'kurzjlchti,ge Menschen, welche von Vorurcherlen oder vom Stolzebesessen sind, können anders denken; es verhält sich mit den -geistlichen Orden, wie mit allen menschlichen Gesellschaften,wenn sie auch die ehrwürdigsten wären, wo nicht allezeit al,le Glieder in den Talenten, in den Tugenden, in der ge,treuen Erfüllung der Pflichten ihres Standes also beschaf-fen sind, wie sie seyn sollten, und wo es dennoch dem Pub,likum daran gelegen ist, sie zu schützen und zu erhalten.Endlich scheint es, wenn man auf die Grundursachen derSchmähreden wider die geistlichen Orden zmückforschet,man merke leicht, daß es keine andere giebt, als vieBosheit, den Geist des Unglaubens, die Abneigung vor
allem,