Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
198
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Offenbarung.

Dieser Schlußgrund hmker noch mehr, als der vorige;denn es ist nichts schwerer, als sich einen recht bestimmtenund richtigen Begriff von diesen Ausdrücken zu machen: Diekürzesten und einfgchesten Wege. Zu ' resem Ende müßteman den Endzweck, und alles, was der Endzweck enthält,den sich jemand in einer Handlung verstecket, vollkommenerkennen: man müßte alle Mittel erkennen, die er hat,um zu diesem Endzwecke zu gelangen, und alle BeweggrümLe, welche ihn antteibrn, die Mitte! zu wählen, damit erdazu gelange. Wenn aber jener, der die Handlung verrich,M, unendlich ist, wird sich wohl ein Mensch schmäuchelnkönnen, alle die Eckenmnisse zu besitzen, von denen wir reden?Es ist dann unmöglich, von diesen Ausdrücken: die kürze-sten und einfachsten Wege, sich einen recht bestimmten undrichtigen Begriff zu bilden; besonders, wenn man diese Aus-drücke in Absicht Gottes brauchet.

Aber dreß ist noch nicht alles. Da Gott unendlich ist,kann man nicht zweifeln, daß er eine unendliche Menge We-ge , die Menschen zu unterweisen gekannt Habe, und daß allediese Wege für ihn anständig gewesen seyn. Man kann nichtzweifeln, daß es ihm ftey gestanden sey, eine Wahl z» tref-fen. Es ist möglich, daß er die Menschen durch Bücherhat unterweisen wollen» Ich fodre den Krregsmann auf zubeweisen, daß dieses unmöglich sey. Wenn er es konnte,so darf man sitzen, daß er es gewollt habe. Man kannvon der Hypothefis zur Lhests übergehen; das ist: mankann es anstatt des angenommenen Satzes glatthin bejahen,wenn man dazu genügsame Beweggründe Hat. Nun aber,die Christen weisen auf, daß man es thun muß, und daßGort dre Menschen Lurch Bücher und Reden wirklich unter-weisen wollte, und wirklich unterwiesen hat. Wenn dieses

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