n4 Offenbarung.
Was die Abkunft des' Menschen, seine Verbindungenmit Gotte, seine ewige und unsterbliche Bestimmungbetraf, waren ihre Unwissenheit, ihre Jrrrhümer, ihre Un-gereimtheiten in allen diesen Stücken nicht weniger unver-nünftig , als sie in Betrachtung der Gottheit gewesen sind.
Der alberne Pöbel , welcher nur ferne männlichen undweiblichen Götter kannte, die mit einander eiferten, zank,ten, sich schlugen, und übel genug Hauseren; der albernePöbel wußte wenig davon, wie der Mensch auf die Erdegekommen sey. Der Lehrsatz von der Unsterblichkeit de«Seele, wovon er manchesmal reden hörete, und welchender nachdenkende Mensch so gut erkennt, wirkere schlechtenEindruck auf ihn; Aeakus, Minos, und Rhadamantuserschreckten ihn nicht viel. Man hatte ihm jene erhabeneLehre nicht beygebracht, *daß dev Mensch aus der HandGottes gekommen, daß er nach dem Ebenbilde Gotteserschaffen sey; daß der Leib in die Erde, woraus ergestaltet worden ist, und die Seele zu Gotte, der sie er-schaffen hat, zurückkehren werde; und daß er als-dann von seinem Schöpfer über alles Gute und Böse,das er gewirket hat, gerichtet werden solle. Diese wich-tigen Wahrheiten waren ihm ganz unbekannt. Das We-nige , was davon aus der ersten Mundsage übrig gebliebenwar, ist so schwach gewesen, daß es auf die Gemächernicht den geringsten Eindruck machete. Aber sind wohlselbst die Gelehrten, die Philosophen, und jene, die manUns heut zu Tage für Weise preist, mehr beleuchtet gewe,sen? Keineswegs: und der ganze Unterschied zwischen ihnenund dem Pöbel bestand darinnen, daß sie mehr Eigendün-kel hatten, und noch mehr Ungereimtheiten aussireueren.
Der
» i. S, M»s. I. " Prediger
M
^ MV
P!
Ml
M
N
Äi
h!«
W
y
h
b