72 Messias.
langet, selbsten in seinen Tempel kommen. Sehet! iytkömmt er: saget der Herr der Heerschaaren. Also rede,te, vor mehr als zwey tausend Jahren, der letzte aus denPropheten. Man sieht in diesen Worten die Verkündigungdes Vorläufers Jesu Christi, des Täufers Johanns; dieAnkunft des Messias in den Tempel zu Jerusalem; die Gott«heit des Messias; den kurzen Zeitraum , der, bis zu seinerAnkunft auf die Erde, noch verstreiche n soll. Was werdendie Juden und die Philosophen darauf antworten?
Fünfter Artikel.
Antwort auf die Einwürfe wider den Begriff und dieAnkunft eines Messias.
I.
Zu allen Zeiten, saget Bolingbroke *, hat das jüdirsche Volk den Namen: Gesalbter, Messias, Christus,einem jeden gegeben, der ihnen ein Bißchen Gutes that;bald ihren Hohenpriestern, bald fremden Fürsten. DerJude, welcher die Träumsrsyen des Jsaias zusammengesilcket hat, läßt ihn aus einer niederträchtigen Schmäurchcley, die sich für einen knechtischen Juden schicket, sa«gen: Also har der Ewige zu Cyrus, seinem Gesalbten, sei-nem Messias, gesprochen, dessen rechte Hand ich genommenhabe, damit ich die Völker vor ihm zur Erde stürze. Dasvierte Buch der 'Röntge nennt den lasterhaften Jehu:Gesalbten, Messias. Ein Prophet verkündiget Hazael,dem Röntge von Damaskus, daß er der Messias sirndder Gesalbte des Höchsten sey. Ezechiel saget zum Rönt-ge von Tyrus: Du bist ein Cherubim, ein Gesalbter, ein
Messias,
' wicht. Unters.