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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
67
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Messias. §7

gusts anwendei, so kann man nichts destoweniger eben diesel,be Wahrheit daraus erkennen.

Wollen wir von den Heyden zu den Juden und Samarritanen schreiten, so werden wir sehen, daß die Erwartungdes Meffias beyde Völker auf gleiche Weise beseelte. Diezwo berühmten Weissagungen Jakobs und Daniels, wovonwir im folgenden Artikel reden werden, waren Jedermannsbekannt. Ganz Jerusalem war in Bewegung, als unterHerodes * die Weisen ankamen und fragten, an welchemOne der nengebohrene König der Juden zu finden wäre.Als mehrern Juden ähnele, daß etwa Jesus der Messiasseyn möchte, sagten sie zu ihm : ** Warum lässest du unstm Zweifel? wenn du der Messias, wenn du Christusbist, so entdecke es ohne Umschweif. Als der heilige Täu,fer Johann, welchem der Geschichteschreiber Joseph sogroßes Lob beymißt ***, seine Unterweisungen am Jordanhielt, schickten die jüdischen Gelehrten zu ihm, und ließenihn fragen, ob er der Messias sey, den man erwartete.Die Samaritaninn, von welcher uns der heilige Johannmeldet ****, giebt die augenscheinlichsten Beweise, daß ihrganzes Volk dortmals des Messias wartete; und deßhalbenhaben sich mehrere Samacitanen, und unter andern: Dost*theus, Simon, und Menander, von Zeit zu Zeit für denMessias ausgegeben. Nach Jesu Christo haben sich auchsehr viele Juden unterfangen, diese Rolle zu spielen, bisauf Barcochebas ***«*, welcher unter Adrianen, mitmehr als fünfmal hundert tausend Menschen, umkam, die eran sich gezogen und verführet hatte. Während des ganzen

Jahr,

* Matth. II. »" Ich. X. Alterth. IS. B- 7. Rapd» iv. »«E Origen, wider Cels- l. S.

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