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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
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XXVI.

Materie.

^>as ist die Ma'crie? Ist die Materie ewig? Ist dieMaterie fähig zu denken ? Diese sind die wichtigstenFragen, weiche der menschliche Verstand über diesen Gegen,stand austverftn mag: und wenn man es zu Stande bringt,dieselbe auf eine klare Weise, womit die Vernunft wahrhaftgenüget siyn kann, auszulösen; so biegr man sicher allenIrrchümem vor, wozu die vermessene und gefährliche Philo,sophie unserer Zeiten verleiten möchte.

Man redet alle Tage von der Materie, ohne daß mandavon einen bestimmten Begriff hat, woran man sicher sichHallen könnte. Man machet, über die Möglichkeit derEwigkeit oder der Schöpfung der Materie, Vernunftschlüsse,die keinen Grund, keine Feste, keine Beweise Haber?. Manwirst die Frage auf: ob dis Materie nicht fähig wäre zu demken, und ob das Denken nicht eine Gabe wäre, die Gottder Materie hätte verleihen köiinen?

Dieß machet einen der schönen Theile der neuartigenPhilosophie aus; dieß giebt Leuten, die sich hem zu Tagefür die Lehrmeister des menschlichen Geschlechts ausgeben,Stoff zu tiefsinnigen Betrachtungen; dieß wird oft in jeneneinsichtvollen Werken abgehandelt, wodurch man vorgiebt,die Vernunft auszuklären, die Finsternisse der Unwissenheitzu zerstreuen, die Macht der Voruriheile nmzusiürzen, siche,re und unwandelbare Grundsätze an ihre Stelle zu bringen,und der Gesellschaft die wichtigsten Dienste zu leisten.

Wir aber behaupten, daß, ohne alle diese hoffärtigePralerey der Philosophie, eine gestrnde, aufmerksa ne Ver,

nunft,