Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
15
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Märtyrer. is

r. Dieser Mann sagel uns mit seinem Häuchlertone,Diokletian gelte nur bey den Unwissenden für einen Verfol,ger, und er sey achtzehn Jahre lang ein offenbarer Beschü-tzer der Christen gewesen. Aber er merket nicht/ daß imGegensätze nur Unwissende reden können, wie er, weil allehistorische Denkmäler bezeugen, daß es von den ersten Iah,ren der Regierung Diokletians bis an das neunzehnte, woer seine erste Bannschrift wider die Christen herausgab,Märtyrer gegeben habe. DieKirchengeschichre Eusebs vonLäsareen " der ein zeitgenosser Schriftsteller war, und dieMänyrergeschichre, welche Don Ruinart herausgegeben,und Herr von Maupertuy Übersetzer hat, bierhen die Be,weise davon an die Hand.

UeberdaS hinderte diese offenbare Beschützung den Kai,ser nicht, seine eigenen Kämmerer, den Hauprmann seinerLeibwache, eine junge Christian, die er Galeren Maximiarnen zur Braut bestimmt hatte, viele seiner Verwandten,einen Sohn des Stadthalrers zu Rom, unter den Peinen da,Hinsterben zu lassen.^* Man findet dergleichen BeyspielebeyTausenden von jener offenbaren Beschützung, die er denChristen angedeihen ließ.

Endlich, wenn er Anfangs der Ungestümigkeit Galerssich widersetzte, so geschah es aus einer natürlichen Furcht-samkeit , welche mit der Grausamkeit in ihm ganz wohl ver-einiget war. Er besaß die Runst, saget Eutrop ein heyd,Nischrr Schriftsteller, sich eines fremden Namens zu be-dienen , um seine eigene Grausamkeit zu vergnügen, undjene gräuliche Neigung zu befriedigen, ohne daß er davon den häßlichen Nachklang hatte. Und sobald die Baumschrifren verkündiget waren, trieb er die Grausamkeit noch

weiter,

* 8. L. Lakkanz vom Tode der Verfolg.