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2 (1777) M - Z
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12 Märtyrer.

terwerfen ? Wir erwarten die Antwort der Philosophen ans

diese zwo Fragen.

Zu einer größer» Erklärung der Fragen von der erstenArt, wollen wir ein Beyspiel des Betragens der Apostel an,führen. Die Juden hatten den Heiligen Peter und den hei,ligen Johann vor ihr Synedrium, oder ihren großen Rathbeschieden, und als sie ihnen verbothen hatten, die LehreJesu Christi auszubreiten, sagten diese Apostel zu ihnen: *wäre es billig vor Gotte, daß wir eher euch, als Got-te selbsten, gehorcheten? Uns ist es nicht möglich, vondem, was wir gesehen und gelernet haben, kein Zeug-niß zu geben. War diese Antwort der Apostel billig, oderwar sie verdammlich ? Wir wissen wohl, daß sie die neuar-tigen Philosophen für fanatisch ausgeben**: aber wir, diewir glauben, daß Gott den Aposteln einsprach, wir haltensie, wie ein Orakel, in Ehren.

Nun, diese Antwort ist allezeit der Grundsatz gewesen,wonach sich die ersten Christen in ihrem Wandel richteten.Sie waren allezeit die unterthänigstm, die treuesten Unter»thanen des Reiches in allen Dingen, welche das Bürgerli-che und das Politische angiengen. In diesem Stücke hatman ihnen niemals das Geringste zur Last legen können.Aber, da sie den Fürsten erwiesen, was sie ihnen schuldigwaren, wußten sie auch Gotte zu geben, was ihm gebühr,re. Die Kaiser hatten dann kein Recht, ihnen die Ausübungihrer Religion zu verbiethen.

Zweyte Bemerkung. Man waget es, die Märtyrerder Kirche mit den Calvinisten, die in Frankreiche verur,theilt worden sind, in eine Reihe zu stellen. Damit man

die

* Apoiielgesch. IV.

" philosi Händler- Artik r Betrug.