VII
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enthalten. Und noch mehr tritt seine Fürsorge für MarieAntoinette in den Ermahnungen hervor, welche er ihr indem Augenblicke seiner Abreise von Versailles schriftlichzurückliess. So ernst und herb aber auch seine Vor-würfe manchmal klangen, Marie Antoinette Hess sich nichtetwa durch übel angebrachte Empfindlichkeit irre machenin der Ueberzeugung, dass sie einzig und allein demreinsten Quell brüderlicher Liebe entstammten. Bis andas Ende seiner Tage hat siej dem ebenso geliebten wieverehrten Bruder eine stets sich gleich bleibende unddurch nichts zu erschütternde Anhänglichkeit bewahrt.
Ungleich weniger innig waren die Beziehungen,welche zwischen der Königin von Frankreich und ihremBruder Leopold obwalteten. Schon der Umstand, dassAntoinette erst zehn Jahre zählte, als Leopold seinemVater in der Regierung Toscana’s folgte, und dass sieden Bruder seither nicht wieder sah, muss hierauf mass-gebend eingewirkt haben. Auch scheint sie mit ihm biszu dem Augenblicke, in welchem er nach Josephs Todedie Regierung der österreichischen Erbländer antrat, sichfast gar nicht in schriftlichem Verkehre befunden zu haben.Doch kann nicht gesagt werden, dass Leopold sich darumnicht voll Theilnalnne an ihrem Schicksale gezeigt hätte,das in dem Augenblicke- der Anknüpfung ihres Brief-wechsel schon die drohendste Wendung nahm. Seinerstes Schreiben, in welchem er ihr den Tod Josephsmittheilt, und die Briefe, die er ihr in dem Augen-blicke schreibt, in welchem er die leider irrige Nachrichtempfing, dass die Flucht der königlichen Familie aus