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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
683
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Hohes Lied. 68z

hohen Liedes, ausgestreuel hat, welches durch ein Urtheildes Obergerichtes zum Feuer verdammt wurde, sobald sie er,schienen ist. Aber ich halte mich verbunden, einen Text her,zubringen und zu übersehen, welchem er eine Wendung giebt,die durch ihr Uebermaaß der Ungebührlichkeit und der Gott,losigkeit schaudern machet. Dennoch werde ich wohl AchtHaben, die Unfläterey seiner Glosse nicht vorzutragen. Hierbringe ich nur ein Mittel und eine Arzeney für jene, die ihreEinbildung und ihre Augen damit beflecket haben möchten.Sie werden sehen, daß die unzüchtigen Bilder, die er vor,stellet,> seinem unreinen Herzen nur mit Hülfe der schändlich,sten Verfälschung entstiegen sind.

Da der Zustand der Kirche und ihrer Kinder auf Erdenalso beschaffen ist, daß sie beynahe beständig geprüft! wer,den/ in der Dunkelheit des Glaubens wandeln, und Ver,folgungen ausstehen müssen; so stärket und tröstet sie GottLurch Besuche, die ec von Zeit zu Zeit bey ihnen machet.Aber diese so angenehmen Besuche sind allezeit kürzer, alssie wünschen. Kaum hat sich Gott gezeiget, kaum hat ersich von innen hören lassen; so scheint er wieder zu verschwin-den und sich zu entfernen. Seine Gegenwart hat Freudein die Seele gebracht; seine Entfernung läßt nur Betrübnißund Seufzer zurück. Diesen Zustand will die Braut imhohen Liede durch die folgenden Worte auödrücken:

* L§o äormio, A cor meum vi'Zilat. Vox 6i1e-üi mei pu1sauti8. , . . DileÄU8 meu8 müit manumtusm per toramen, öc veuter meu8 iutremuit ta-Äum eju8. Lurrexi; peNüum otiü mei nperui 6i1e-Üo meo: st ille cieclinavernt, ntc^ue tranOerat. Hui-ma mea li^uekaLfa elt, M locutus ett. §c

non

* Hob. Sied. V.