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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
676
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676 Hohes Lied,

reichet, und ehe der Verstand die ganze Stärke der Einsichrten und der Vernunft erlanget hatte. Aber wenn es den He-bräern größesten Theilö verbothen war, weil man es Härtemisbrauchen können, soll es der Freydenkerey, und der Gort,losigkeic nicht noch weit mehr verborhen seyn ? Die Ehrbarkeitund die Vernunft sind durch die unanständige Erklärung,welche der ausgelassene Verfasser des Handlexikons über die,sen geheiligten Gesang an fzu stellen waget, auf gleiche Weiftbeleidiget. Ohne Wissenschaft, ohne Scham , und ohneGeschmack, scheint er sich voll Entzückung über jene gottlo,stn Scherzreden Glück zu wünschen, welche nur den Vernunft-losesten Schwelgern erträglich ftyn werden. Wir wollen ihmzeigen, wie verächtlich feine Unwissenheit sey, und wie sehrseine Gottlosigkeit Abscheu eiufiößen solle.

I.

Mehrere Rabbiner haben behauptet, daß dieß kleinewshllüftige Hirtengedicht nicht allein nicht vom RöntgeSalomon , sondern nicht einmal ächt sey, Theodor vonMopsucste war dieser Meynung; und der berühmte Grs,tius nennet das hohe Lied ein ruchloses Werk.

Theodor von Mopsueste ist ein würdiger Zeuge desVerfassers des Handlexikons. Dieser Bischof ist eigentlichder Urheber des Nestorianismus gewesen. Etliche seinerSchriften sind nach seinem Tode verdammet worden. Manschließe daraus auf sein Ansehen. Was Len berühmten Gro,tius betrifft, so vernehme man, wie er von dem Buche desHohen Liedes in fernen Anmerkungen über das erste Kapiteldesselben Buches redet. Die Hebräer haben diesem Liededas Deywort: vortrefflichst, gegeben, wegen der großen

Zier«