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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
673
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Leidenschaften. §7Z

ftmmmstimnrung ein, saget der Schlußredner, und fürchtetkeine bösen Folgen von ihnen.

Der Verfasser dieser Gedanken saget, daß er sie fürabscheulich halte, wenn sie Iedermanne gefallen. Manwird im Namen des Publikums antworten: Es ist ganzsicher, daß Jedermann, der richtig denket, sie für abscheu,sich hält; und wer einen Geschmack Hat, und vernünftig zuschließen weiß, der hält sie für erbärmlich.

VH.

Was der Verfasser der philosophischen Gedanken zumBesten der Leidenschaften vorrrägt, das stellet auch Voltairevor: aber er kleidet es in die flüchtigen Annehmlichkeiten sei«ner Verse ein. Sie haben beyde die gleichen Grundsätze;sie schließen beyde mit gleicher Stärke. Damit wir eine unddieselbe Sache nicht wiederholen, genügen wir uns, die Ver-se herzusetzm, und eine kurze Auslegung beyzufügen, umihren Sinn zu erklären, und die Schönheit seiner Gedan.ken und seiner Vernunftschlüsse kenntlicher zu machen. Hiersind die Verse. *

Ans Güte will uns Gort die Leidenschaften geben,

Zu großen Thatcn uns dadurch emporzuheben.

Gefährliches Geschenk, das zwar der Himmel giebtlGlückselig, wer es nutztl der Misbrauch ist betrübt....

Ihr Bessererdie ihr die Menschlichkeit zerstöret,

Habt ihr des Alterthums Geschichten nie gehöret?

Rennt ihr des velius sinnlose Tochter nicktrSeht! ihre Blindheit giebt euch, Tboren! Unterricht.

Sie glaubten Alter, Zeit, und die Natur zu zwingen:

Sie glaubten mitleidvoll den Vater zu verjüngen,

Und färbten ihre Hand von seinem Blute roth:

Den sie sich jung gewünscht, dem gaben sie den Tod.

Hier ^

* Phil. Handl. von der Nat. des vergnüg.

I. Band. U n