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1 (1777) A - L
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667
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Leidenschaften. 6Ü7

Der Plauderer gesteht, daß die Leidenschaften Neben,buhlerinmn der Vernunft, das ist, der Vernunft Feindesind. Man uriheile, ob er wohl in der Art sie zu verchendigen vernünftig seyn werde.

Wenn man ohn Umerlaß wider sie schreyt, so müssen siedann viel Nebels stiften.

Wenn es wahr ist, daß sie die Quelle aller Vergnügun-gen sind; so ist es noch gewisser wahr, daß es viele Ver-gnügungen giebt, welche dis Quelle aller Misrharm, undmanchesmal der grausamsten Reue sind.

Man betrachtet sie nur von der schlimmen Seite, heißtes. Aber sagen Sie uns, vernünftiger Philosoph! wo istdie gute Seite eines Dinges, das von der Vernunft ver-dammet wird?

II.

Nur die großen Leidenschaften können die Seele zugroßen Dingen erheben. Ohne sie giebt es, weder inden Sirten, noch in den Werken, etwas Erhabnesmehr.

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Man muß erstlich Übereinskommen, was man durch dieseWorte: Große Dinge, verstehen soll. Wird man Thaten,die von großen Ungerechtigkeiten, oder Gewalrths«iZkeiten,oder Grausamkeiten be/ntet sind, große Dinge heißen?Dann ist es wahr, daß die großen Leidenschaften die Seelezu großen Dingen erheben. Also hat aus großer Ehrbegier,Le Philipp von Macedonten dem Griechenlands Fesselnangelegt; sein Sohn Alexander den Darms seines Reichesrntfttzrr; Attila und Genserich ganz Westen mit Schrecken,Ermordungen, und Verwüstung erfüllet; Lamerlan ganzAsien zerstöret. Also haben die großen Staatsmänner bcy-

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