Leidenschaften. 665
Achten, Berenizens aus Syrien, Johannen« von Nea,pel, Eleonorens von Guyenne? Und wenn man alle Ver-brechen erzählen wollte, welche diese Leidenschaft, und ande-re Leidenschaften des Hasses, des Zornes, der Eifersucht,der Hoffart, der Habsucht zur Welt gebracht haben, wasfür gräuliche Beschreibungen von Grausamkeiten, Ungerech-tigkeiten, Mordthaten, Vergiftungen müßte man nicht ma-chen ? was für entschliche Schildrungen müßte man nichtaufstellen?
E« giebt keine Art von Ausschweifungen, wozu die Lei-denschaft nicht fähig machet: und die scheußlichen Gemälde,womit UNS Ovid daS eiserne Zeitalter vorstellet, könnte manwohl gebrauchen, um den Gräuel zu schildern, zu welchem di«Leidenschaften verleiten. * „ Der Fremde ist in der Woh-„ nung, die man ihm anbeut, nicht mehr sicher ; der„ Schwäher hat die Nachstellungen seines Eydams zu furch,„ ten; die Brüder leben fast allezeit in Zwietracht mit ein-„ ander. Hier stellet.der Mann seiner Gatkinn nach dein„ Leben; dort suchet die Frau Gelegenheit, ihren Mann aus
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* verwandt, i. N.
Berenize^ AntivchuSTHeon, Königin Syrien, nahm sie zum Weibe,nachdem er Leodizen verstoßen hatte. Leodize brachte dem AutiochuSGift bep, bekriegte ihre Mitbuhlerinn, und ließ sie samri ihrem Sohneermorden.
Johannes Eine Tochter Karls von Anjou, Herzogs von Kalabrien.Sie ließ zween ihrer Eheherren hinrichten, führte beständige Kriege,und werde endlich >z8- ums Leben gebracht.
Eleonores Sie war mit Ludewig dem vilt. Könige von Frankreichevermählet, «nd soll auf den Kreuzzngen, die sie mit ihrem Gemahlethat, mit dem Fürsten zu Antiochien allzu vertraulich umgegangcn ftyu.Ludewig ließ sich von ihr scheiden. Sie vermählte sich gleich daraufmit Heinrich dem kl., nachmals Könige von Euglande, mußte bey izJahre im Gefängnisse üben, «nd starb in einem Kloster 1204.
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